Zielgruppen

Die Zielgruppe CMA beschreibt Frauen und Männer, die rehabilitativen Entwöhnungs- und arbeitstherapeutischen Behandlungen derzeit nicht gewachsen sind. Menschen, die ohne eine schützende, stabilisierende und suchtmittelfreie Umgebung oft zu einer längerfristigen Abstinenz nicht mehr fähig sind und einen neuen Lebensraum suchen/brauchen.

Weitere Informationen finden Sie im Konzept als PDF unter Info & Medien

Aufzunehmender Personenkreis

sind Frauen und Männer mit

  • lang andauerndem, meist exzessivem Suchtmittelmissbrauch, weitgehendem Kontrollverlust im Umgang mit Suchtmitteln und chronischem Verlauf der Abhängigkeit
  • schweren somatischen und/oder neurologischen Schädigungen, oft verbunden mit psychischen Beeinträchtigungen und psychiatrischen Krankheitsbildern
  • fehlenden tragfähigen sozialen Bindungen
  • ungesicherten Lebensverhältnissen, Arbeits- und Wohnungslosigkeit sowie drohender Armut
  • weitgehendem Verlust sozialer Kompetenzen und stark eingeschränkten Fähigkeiten zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Lebensführung

Ausschlusskriterien und Kontraindikation

bestehen für Menschen mit folgenden Problematiken

  • Akut psychotische Symtomatik
  • Akute Abhängigkeit von illegalisierten Drogen
  • Ausgeprägte geistige Behinderung
  • Akut hohe Fremdgefährdung
  • Pflegebedürftigkeit im Sinne des SGB XI

Sollte während des Aufenthalts in unserer Einrichtung eine Pflegebedürftigkeit festgestellt werden, die eine andere Form der Betreuung notwendig macht, suchen wir gemeinsam mit dem Bewohner, Betreuer und Angehörigen eine geeignete Pflegeeinrichtung.

Zielgruppe Korsakow

Eine spezielle Gruppe der chronisch mehrfach geschädigten Männer und Frauen sind Menschen, die an einem Korsakow-Syndrom erkrankt sind.

Das Korsakow-Syndrom gehört zu der Gruppe der Gedächtnisstörungen und hat im ICD 10 als Leitfaden der Symptomatik das amnestische Syndrom als Bezugsorientierung. Korsakow ist unter dem amnestischen Syndrom als die schwerste Form eingestuft. Die Neurologie rechnet das Korsakow-Syndrom den Demenzen zu, und in der Psychiatrie findet man das Korsakow-Syndrom im Kontext eines amnestischen Psychosyndroms.

Es ist häufig schwierig Angehörigen oder anderen Personen deutlich zu machen, was es heißt an einem Korsakow-Syndrom erkrankt zu sein. Scheinbar ist der betroffene Menschen genauso, wie man ihn immer kannte, nur hat er nun plötzlich einen Gedächntis- und Orientierungsverlust, insbesondere im Kurzzeitgedächtnis. Gedächtnislücken werden durch spontane Einfälle (Konfabulation) ersetzt. Auch unter medizinischem Fachpersonal ist das Krankheitsbild noch wenig bekannt. Bis vor einigen Jahren galten Korsakow-Patienten als nicht mehr therapierbar mit dem Auftrag sie dauerhaft zu verwahren (in Pflegeheimen, "Dementenstationen" und/oder Abteilungen von psychiatrischen Kliniken für chronisch Kranke psychiatrischen Krankenhäusern o.ä.)

Da nach einer eingetretenen Abstinenz und einer Phase der regelmäßigen Ernährung und medizinischen Versorgung sich Teile des Gehirns wieder erholen können, kann sich der körperliche und psychische Zustand im Laufe der Zeit verbessern. Da zu diesem Zeitpunkt häufig eine alternative Versorgungsmöglichkeit fehlt, jedoch eine weitere intensive Betreuungsbedürftigkeit vorliegt, bleiben Menschen mit dieser Erkrankung meist für eine lange Zeit in einer Pflegeeinrichtung.

Dies muss nicht auf Dauer die optimale Versorgungsstuktur darstellen, insbesondere dann nicht, wenn die körperliche Pflegebedürftigkeit in den Hintergrund getreten ist und das Alter des Korsakowpatienten deutlich unter dem Altersschnitt der anderen Pflegeheimbewohner liegt.

Speziell für diese Menschen gibt es im Haus Caruso ein spezielles Wohn- und Betreuungsangebot mit dem Namen "Tafelrunde" in einer "jüngeren" Altersstruktur.

Weitere Informationen zu Korsakow finden Sie als PDF unter Info & Medien

... Niemand wird über Kraft und Können hinaus in die Pflicht genommen